Grafit auf Papier 40 x 30
Die Gämse, die gar nicht so einsam blieb (2025) von Gabriele Dudys
Online seit 01.06.2026
Wertangabe: 430,00 €
#Sonstige Techniken
#Realismus
#Tiere
Kapitel 2 –
Die Gämse, die gar nicht so einsam blieb
Es war einmal eine elegante, aber recht einsame Gämse. Hoch oben auf ihrem Berg glaubte sie fest, dass niemand sonst so schlanke Beine und so geschwungene Hörner trug wie sie. Das stimmte vermutlich auch – nur sah es außer ihr eben niemand.
Eines Tages stand die Gämse so neugierig am steilen Abhang, dass sie vergaß, wie steil „steil“ eigentlich ist. Und schwupps! – rutschte sie aus.
Sie fiel nicht peinlich, sie stolperte nicht ungeschickt – nein, sie rollte. Sie rollte so kunstvoll, dass selbst ein Steinbock gesagt hätte:
„Respekt – nicht schlecht!“
Nach einer halben Ewigkeit landete sie plumps! am Flussufer.
Als sie die Augen öffnete, sah sie etwas Seltsames: Ein Brett schaukelte im Wasser heran – und darauf vier Biber, so dicht gedrängt, dass sie wie ein lebendiger Floßteppich aussahen.
„Was war das denn für ein Abgang?“, fragte der vorderste Biber.
Die Gämse sprang auf, schüttelte Staub und Würde ab und sagte stolz:
„Eine elegante Abfahrt. Ich bin eben ein Naturtalent!“
Die Biberfamilie kicherte brummelig, paddelte ans Ufer und musterte die Gämse von allen Seiten.
„Du bist aber gelenkig!“, sagte der kleinste Biber.
„Und ihr seid aber plüschig“, antwortete die Gämse höflich.
Da tappte ein kleiner Igel heran, der immer über seine eigenen Stacheln stolperte, heute aber ausnahmsweise nicht.
„Was ist denn hier los?“, fragte er neugierig.
„Ich bin gerade den Berg hinuntergerollt, um Freunde zu finden!“, erklärte die Gämse stolz.
Der Igel nickte zufrieden. „Das hat ja hervorragend funktioniert.“
Und so saßen sie alle zusammen am Flussufer, lachten, erzählten Geschichten – und die Gämse war von diesem Tag an nie wieder einsam.
Anmerkung:
Fragen beantworte ich Ihnen gerne. Rahmung nach Absprache möglich. Abholung nach Möglichkeit erwünscht.
Die Gämse, die gar nicht so einsam blieb
Es war einmal eine elegante, aber recht einsame Gämse. Hoch oben auf ihrem Berg glaubte sie fest, dass niemand sonst so schlanke Beine und so geschwungene Hörner trug wie sie. Das stimmte vermutlich auch – nur sah es außer ihr eben niemand.
Eines Tages stand die Gämse so neugierig am steilen Abhang, dass sie vergaß, wie steil „steil“ eigentlich ist. Und schwupps! – rutschte sie aus.
Sie fiel nicht peinlich, sie stolperte nicht ungeschickt – nein, sie rollte. Sie rollte so kunstvoll, dass selbst ein Steinbock gesagt hätte:
„Respekt – nicht schlecht!“
Nach einer halben Ewigkeit landete sie plumps! am Flussufer.
Als sie die Augen öffnete, sah sie etwas Seltsames: Ein Brett schaukelte im Wasser heran – und darauf vier Biber, so dicht gedrängt, dass sie wie ein lebendiger Floßteppich aussahen.
„Was war das denn für ein Abgang?“, fragte der vorderste Biber.
Die Gämse sprang auf, schüttelte Staub und Würde ab und sagte stolz:
„Eine elegante Abfahrt. Ich bin eben ein Naturtalent!“
Die Biberfamilie kicherte brummelig, paddelte ans Ufer und musterte die Gämse von allen Seiten.
„Du bist aber gelenkig!“, sagte der kleinste Biber.
„Und ihr seid aber plüschig“, antwortete die Gämse höflich.
Da tappte ein kleiner Igel heran, der immer über seine eigenen Stacheln stolperte, heute aber ausnahmsweise nicht.
„Was ist denn hier los?“, fragte er neugierig.
„Ich bin gerade den Berg hinuntergerollt, um Freunde zu finden!“, erklärte die Gämse stolz.
Der Igel nickte zufrieden. „Das hat ja hervorragend funktioniert.“
Und so saßen sie alle zusammen am Flussufer, lachten, erzählten Geschichten – und die Gämse war von diesem Tag an nie wieder einsam.
Anmerkung:
Fragen beantworte ich Ihnen gerne. Rahmung nach Absprache möglich. Abholung nach Möglichkeit erwünscht.
Meine Bilder wissen oft mehr als ich, denn in trauriger Stimmung malte ich automatisch dunkle Bilder. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie stark Kunst mit Emotionen verbunden ist. „Das Dunkel bringt Tiefe“. Zum Glück bin ich ein fröhlicher Mensch, und daher spiegeln meine Werke meist Humor und Leichtigkeit wieder. Meine Kunst ist abstrakt realistisch. Die Details und Strukturen laden dazu ein, genauer hinzuschauen und der Fantasie freien Lauf zu lassen. Die Natur zeigt uns den Weg und spielt eine zentrale Rolle in meinen Werken. Sie inspiriert mich mit ihren Farben, Formen und Bewegungen. Die Serie der Bäume zeigt, wie wir innehalten und loslassen können. In der Serie „Vögel“ steht die nonverbale Kommunikation der Tiere im Mittelpunkt. Ausschließlich die Augen übertragen die Botschaft, wie im „richtigen Leben“. Sie animiert dazu, über das eigene Verhalten und das der anderen nachzudenken – mit einem Lächeln auf den Lippen. Vielleicht vermenschliche ich die Tiere, aber genau das macht ihren Charme aus. Meine bisherigen Besucher sagen oft, dass sie beim Betrachten meiner Werke die Zeit vergessen und eine wohltuende Ruhe finden. Wenn Gelächter zu hören ist, schauen sie die Vogelserie an. Das ist für mich die größte Motivation – Kunst zu schaffen, die nicht nur gefällt, sondern auch berührt.

Eintrag hinterlassen